Robert-Bosch-Berufskolleg

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Schuljahr 2019/2020

Besuch der Schulministerin Gebauer am Robert-Bosch-Berufskolleg

Am Donnerstag, 13.08.2020, besuchte Frau Ministerin Gebauer die ITAM1, um sich vor Ort ein Bild über die Umsetzung der neuen Hygieneregeln und insbesondere den Unterricht mit Maske zu machen. Begleitet vom Schulleiter OStD Markus Herber, Frau MDgt´in Blasberg-Bense, Herrn MR Dr. Schoell und Herrn LRSD Mielke (von links nach rechts) besuchte Sie einen Klassenraum und lauschte zunächst dem Unterricht.

 

Anschließend nutzte sie die Gelegenheit zu einem Austausch über die schulischen Bedingungen in der „neuen Normalität“ mit den Schülerinnen und Schülern sowie der Lehrkraft Reiner Langefeld. Interessiert erkundigte sie sich, wie die Schüler*innen und die Lehrkraft den Unterricht mit Maske empfinden. Auf das einhellige Feedback „anstrengend“ reagierte sie mit großem Verständnis. Sie verwies darauf, dass die Maßnahmen zunächst bis zum 31.08. befristet seien und auf jeden Fall vor dem Hintergrund des Infektionsgeschehens auf den Prüfstand gestellt würden. Sie ergänzte, dass ohne Masken ein Unterricht für alle nicht möglich wäre und es weitere Unterbrechungen der Schulzeit zu verhindern gälte. Abschließend bedankte sie sich für die Mühen, die alle Beteiligten im Unterricht auf sich nehmen, um Corona einzudämmen und die Risikogruppen zu schützen.

Danach verabschiedete Frau Ministerin Gebauer sich und eilte zur Feierstunde anlässlich der Eröffnung des Schulversuchs FOS-Informatik in die Aula der Schule.

Feierstunde zur Eröffnung der Fachoberschule Informatik

Am 13.08.2020 besuchte Schulministerin Yvonne Gebauer das Robert-Bosch-Berufskolleg, um den Schulversuch zur Einführung des neuen Bildungsgangs „Fachoberschule Informatik (FOS Informatik)“ gebührend zu feiern.

Die aktuellen Umstände erforderten Abstand und reduzierten die mögliche Zahl an Teilnehmenden. Um so herzlicher begrüßte der Schulleiter des Robert-Bosch-Berufskollegs, OStD Markus Herber, die Anwesenden aus den am Schulversuch teilnehmenden Berufskollegs, die Beteiligten aus der Wirtschaft und Mitarbeitende aus der Stadt, der Bezirksregierung sowie dem Ministerium für Schule und Bildung zur Feierstunde in der Aula. Nach einem Grußwort der Stadträtin Daniela Schneckenburger, die insbesondere die Bedeutung der digitalen Bildung in ihren unterschiedlichen Facetten herausstellte, sprach Frau Ministerin Gebauer.



Auch sie betonte die Bedeutung der Digitalisierung für Schule sowie Gesellschaft und drückte ihre Freude darüber aus, dass mit der Fachoberschule für Informatik ein zukunftsweisendes, praxisnahes Bildungsangebot geschaffen werden konnte.

Mit der Einrichtung dieses Bildungsganges geht NRW voran und eröffnet Interessierten die Möglichkeit, schon frühzeitig informationstechnische Kenntnisse in Theorie und Praxis zu erwerben. Die Entwicklung beruflicher Kompetenzen im Gleichschritt mit dem Erwerb eines allgemeinbildenden Abschlusses stellt sicher, dass den jungen Lernenden anschließend viele Wege offenstehen.

Der neue Bildungsgang wird an insgesamt 10 Berufskollegs in NRW im Schuljahr 2020/2021 eingeführt und hat schon jetzt eine hohe Reputation in den beteiligten Berufskollegs und den angegliederten Wirtschaftsregionen.

Am Robert-Bosch-Berufskolleg haben sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler mit mittlerem Schulabschluss angemeldet, um ihren beruflichen Weg in die IT zu starten. Anders als die bisherigen Bildungsgänge startet die FOS Informatik mit einem einjährigen gelenkten Praktikum in den Betrieben vor Ort und der unterrichtlichen Anbindung im Berufskolleg. Auf diese Weise ergibt sich damit sofort ein direkter Einblick für die Schülerinnen und Schüler in das Berufsfeld. Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in den Betrieben können die beruflichen Anforderungen anschaulich erläutern und so schon frühzeitig die angehenden Fachkräfte durch das Angebot von Ausbildungsplätzen an das Unternehmen binden.

Ein besonderes Angebot liegt zudem in der Möglichkeit ein Auslandspraktikum zu absolvieren, was sowohl berufliche, sprachliche und persönliche Entwicklungspotentiale bietet. Im zweiten Jahr erfolgt die Ausbildung ausschließlich im Robert-Bosch-Berufskolleg, um die Schülerinnen und Schüler auf ihren angestrebten Schulabschluss, die Fachhochschulreife, vorzubereiten.

Wird im Anschluss eine duale Ausbildung in den neugeordneten IT-Berufen angestrebt, so kann der Einstieg unmittelbar ins zweite Ausbildungsjahr erfolgen.

Der Schulversuch wird von Seiten der beteiligten Berufskollegs, dem Schulträger, der IHK und den Kooperationspartnern der IT und natürlich vom Ministerium für Bildung nachhaltig unterstützt. In der lebhaften Podiumsdiskussion, die sich an die Ansprachen anschloss, skizzierten die Teilnehmenden ihre Erfahrungen sowie Wünsche und Anforderungen an gelingende IT-Ausbildung. Frau Ministerialdirigentin Blasberg-Bense sicherte Unterstützung für den Bildungsgang aus dem Ministerium zu, Till Banach, frischgebackener Schüler der FOS Informatik-Klasse am Robert-Bosch-Berufskolleg, führte aus, dass gerade die Kombination aus Praxis und Theorie verbunden mit einer Fachhochschulreife attraktiv für ihn sei und erhielt in diesem Punkt einmütige Unterstützung durch seine Klassenkamerad*innen, die per Video aus dem Klassenzimmer live zugeschaltet waren. Als angehender Fachinformatiker im zweiten Ausbildungsjahr äußerte Luca Dünker seine Wünsche an die technische Ausstattung von Berufsschulen. Zudem hätte er sich diesen verkürzten Weg in die IT-Berufe damals sehr gewünscht. Herr OStD Herber als Schulleiter und Herr LRSD Mielke als zuständiger Dezernent bei der BR Arnsberg nahmen den Punkt auf. Sie zeigten am Beispiel des Robert-Bosch-Berufskollegs, wie die Lehre funktionieren kann und zugleich mit welchen Anstrengungen die Anschaffungen sowie auch das pädagogisch sinnvolle Einsetzen der Medien verbunden sind. Die Ausbilderin Cyra Sebes, die selbst während ihrer Ausbildung zur IT-System-Elektronikerin Schülerin am Robert-Bosch-Berufskolleg war, rief der Runde in Erinnerung, was in den wenigen Jahren seit Ihrem Abschluss am Berufskolleg geschaffen wurde. Mit dem in grün leuchtenden Logo Ihrer Firma auf dem Shirt blickte sie etwas neidisch auf die aktuellen schulischen Bedingungen. Sie verband dies mit dem Wunsch, sich nicht auf dem erreichten Niveau auszuruhen und betonte, dass dies auch für die Praxis der Anspruch sei. Herr Ifland, Leiter Aus- und Weiterbildung der IHK zu Dortmund, knüpfte daran an und warb bei den Betrieben der Region um engagiertes, zukunftsweisendes Ausbilden der jungen Menschen und für die Bereitstellung von Praktikumsplätzen. Fachkräftemangel lässt sich verhindern, wenn die Betriebe die Ausbildung junger Menschen ernst nehmen. Dazu muss sie auf den betrieblichen Agenden auf die vorderen Plätze. Einmütig bekannten sich alle Teilnehmenden an der lebhaften Diskussion dazu, dass Ausbildung und Digitalisierung von allen Beteiligten Engagement und nachhaltige Anstrengungen fordern. Welche Möglichkeiten das Zusammenwirken aller schafft, zeigt die Einrichtung des neuen Bildungsganges FOS-Informatik. Die feierliche Eröffnung wurde damit geschlossen. Die lebendige Diskussion fand ihre Fortsetzung bei einem gemütlichen Ausklang mit Imbiss für alle Teilnehmenden im Schatten auf dem Schulhof unter Einhaltung aller geforderten Hygienregeln.

Weitere Informationen zu dem Bildungsgang FOS-Informatik finden Sie hier

Ein Bericht zur Feierstunde findet sich auch auf der Homepage des Ministeriums für Schule und Bildung: https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/ministerin-gebauer-bei-der-qualifizierung-von-it-nachwuchs-sind-die-berufskollegs


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