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„Johann
Gutenberg trifft
Mahatma Gandhi“
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1869-1948
Mahatma
Gandhi, der Mann, der Indien befreite und der Welt
den gewaltlosen
Kampf lehrte und von
dem auch wir etwas lernen möchten.
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1397-1468
Johann Gutenberg, der den Buchdruck
erfand und dessen
Namen unsere Schule zu seiner
Würdigung
trägt.
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Gandhi-Preisverleihung 2011
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Die Preisträger 2011!
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Wer kennt Sie nicht, die vielen vorschnellen und oberflächlichen Urteile über die Jugend von heute.
Da heißt es,
- die sitzen nur vor dem Computer oder
- nur Spaß zählt oder vielleicht,
- die haben nur Unsinn im Sinn.
Jedes Jahr stellen wir mit dem Gandhipreis die Jugendlichen vor, die mit dem soeben Beschriebenen so gar nichts zu tun haben.
Wir stellen Jugendliche vor,
- die erkennen, wo ihr Einsatz notwendig ist,
- die mehr sehen als ihr eigenes Vergnügen,
- die bereit sind eigene Nachteile, vielleicht auch Schmerzen für andere auszuhalten,
die bereit sind, über ein normales Maß Einsatz zu zeigen.
Wenn auch die gleich Ausgezeichneten dieses Verhalten nicht immer und nicht überall zeigen, so haben sie mit dem von ihnen ins Leben gerufenen Projekt gezeigt, dass sie all das in sich haben und können und das macht uns ganz viel Mut.
Da gibt es eine Gruppe, die hatte das Gefühl, ihr Wohlergehen ist eine Verpflichtung, sich denen zuzuwenden, mit denen es das Schicksal nicht so gut gemeint hat.
Von dem eigenen Glück möchte man ein wenig an die abgeben, über die das Unglück hereinbrach wie eine Lawine. Diese Menschen zu finden ist nicht schwer. Auch in unserer Umgebung ist es nicht schwer, diese Menschen zu finden. Oftmals werden sie sogar gemieden, denn die Konfrontation mit Leiden jedweder Art ist Anstrengung, ist Schmerz.
Denjenigen, die es geschafft haben,
die Menschen zu suchen, die vom Leid geprüft sind,
sich regelmäßig mit diesen Menschen treffen und ein wenig Normalität und Fröhlichkeit in den traurigen Alltag hereintragen, gilt unser ganz großer Dank. Auf euch sind wir sehr stolz.
Eine Gruppe aus dem Religionskurs von Frau Grzegorek, der wir auch sehr danken, geht regelmäßig in die Kinderklinik, um mit kranken Kindern zu spielen.
Sie sind unsere Preisträger 2011:
Samuel Boachie, Bastian Bos,
Mara Bruno,
Tom Buschmann,
Lea Fimpler,
Tim Flachmann,
Jasmin Gerwins, Leonie Hansjürgens, Carina Hebestreit, Sarah Kubiak
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| Nach einer musikalischen Einstimmung durch die Schulband der JGR „ZweckFrei“ folgte die Begrüßung durch den Schulleiter, Herrn Müller. Lucien Grek spielte am Flügel, Heribert Müller und Aira Wieners sprachen einen Dank an die engagierten Schülerinnen und Schüler aus. Bettina Niggemann und Andreas Kurzhöfer sowie die Schulband setzten weitere musikalische Akzente. Frau Zita Diedler sprach die Grußworte zur Gandhi-Preisverleihung 2011. Vanessa Glaubitt hielt die Laudatio. Nun wurden die Urkunden durch Herrn Müller und Frau Diedler übergeben. Am Schluss rundete die Schulband das Programm der diesjährigen Preisverleihung musikalisch ab. |
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Preisverleihung im Jahr 2009 |
| Die Laudatio hielt Melanie Birk, Preisträgerin 2008. Preisträger 2009: Sandra Wippermann und Jan Marc Kernbach. |
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Wenn wir den Gandhipreis verleihen, werfen wir den Blick nicht auf die Schüler, die sich gut durchsetzen können, die ihre Ideen gegen Widerstände durchsetzen und die ihren eigenen Vorteil nicht aus dem Auge verlieren.
Heute wird der Blick gerichtet auf Schüler, die bereit waren, auf eigene Vorteile zu verzichten, um Mitschülern Hilfe zukommen zu lassen. Dabei brachte es Schwierigkeiten mit sich, die eigenen Verpflichtungen zu erledigen und es war sogar höchst gefährlich.
Zunächst richten wir den Blick auf eine Mitschülerin, die obwohl sie selbst durch private Schwierigkeiten äußerst belastet war, eine Klassenkameradin wie selbstverständlich durch eine schwierige Zeit begleitete, ihr immer ein offenes Ohr und viel ihrer knappen Zeit schenkte. Sie war auch bereit Nachteile in Kauf zu nehmen, um anderen Vorteile zu verschaffen. Das finden wir preiswürdig.
Wir richten den Blick auch auf einen Schüler, der die Bedrohung für einen Mitschüler sah, der von vier anderen, die ihm körperlich überlegen waren, angegriffen wurde. Bevor noch Lehrer oder Polizei zu Hilfe kommen konnten, warf dieser Schüler seine Tasche weg und eilte dem Angegriffenen zu Hilfe. Dabei riskierte er selbst Opfer der vier Angreifer zu werden. Wir bewundern seinen Mut und die außergewöhnliche Zivilcourage.
Die Schulgemeinde ist stolz, diese Preisträger in ihrer Mitte zu haben. Mit SANDRA WIPPERMANN und JAN MARC KERNBACH gratulieren wir den würdigen Gandhipreisträgern 2009! |
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| Die Band der JGR unter der Leitung von Andreas Kurzhöfer eröffnete die Ghandipreisverleihung mit ihrer Eigenkomposition "I feel free". Nach der Ansprache durch Herrn Müller wurde ein Dankeschön an die SV durch Jörg Augustin und Beatrix Ender sowie Frau Müller als Elternvertreterin ausgesprochen. Ebenso wurden die Streitschlichterurkunden ausgegeben und die Verkehrshelfer geehrt. |
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| Die Klasse 5d führte unter der Leitung von Claudia Werner das Hörspiel "Sturm im Etui" auf. Danach sprach Zita Diedler vom Bildungswerk Umbruch ein Grußwort. Durch Melanie Birk - die Preisträger 2008 - wurden die Preisträger des Jahres 2009 bekannt gegeben. Nun spielte die JGR-Band noch einmal eine Eigenkomposition "Friends". Vielen Dank an alle Beteiligten, welche die schöne Feier möglich gemacht haben - insbesondere ein Dank an Frau Hauth. |
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Preisverleihung im Jahr 2008 |
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Diesmal wurde der Gandhipreis am 23.06.2008 verliehen. Nach der Begrüßung durch den Schulleiter spielte die Schulband der JGR das Stück „Zomby“. Dabei wirkten mit:
Saskia Düdder, Robin Friese, Lucek Grek, Mario und Luca Rossitis, Lisa Schulten, Elena Wiegand. Bei diesem Stück übernahm den Gesang Saskia Düdder. Die Schulband wird betreut durch Andreas Kurzhöfer. |
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Nun folgte ein Dank des SV-Lehrers/ der SV-Lehrerin
Jörg Augustin/ Brigitte Wiemann und die Ausgabe der Streitschlichterurkunden durch Beatrix Ender/ Jörg Augustin begann. |
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Die Klasse 6c betreut von Claudia Werner führte nun das Schwarzlichttheaterstück "Du bist ein Held!" auf. Es handelte sich um Szenen mit Schwarzlicht, die die Titel "Die gefährliche Straße", "Die Nacht der Blitze" und "Das Spiel der Spiele" hatten. Dazu wurde auch ein Rap gesungen. |
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Nun wurde ein Grußwort von Frank Wrobel vom
Bildungswerk Umbruch gesprochen und die Laudatio für die diesjährige Gandhipreisträgerin von Benjamin Iggesen (SV der JGR) gehalten.
Laudatio Gandhipreisträgerin 2008
Das vierte Jahr in Folge zeichnen wir nun einen Preisträger an der ohann-Gutenberg Realschule aus.
Wir zeichnen das vierte Jahr einen Menschen aus,
- der sich in besonderer Weise für andere einsetzt,
- der für die Hilfe auch bereit ist, Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen,
- der die Welt mit seinem Einsatz ein bisschen besser macht.
Von unserer Preisträgerin ist zu sagen, dass sie, um anderen zu helfen, ihr offenes Ohr bietet, ihre Freizeit opfert und immer nach Beiträgen zur Lösung von Problemen sucht.
Das tut sie in ihrer eigenen Klasse, wo sie immer bereit ist, Aufgaben und Ämter zu übernehmen.
Das tut sie auch als Streitschlichterin an unserer Schule, wo sie über Jahre wertvolle Arbeit geleistet hat und immer noch leistet. Dort arbeitet sie im Team. Ihrem Teampartner, Philipp Siebel, sei an dieser Stelle für seinen Beitrag im Streitschlichterteam mit unserer Preisträgerin zusammen auch ganz herzlich gedankt.
Meldungen gingen bei uns auch von Mitschülern unserer Preisträgerin ein, die sich in schwierigen Zeiten von ihr in besonderer Weise unterstützt fühlten, die Zivilcourage unserer Preisträgerin lobten und ganz einfach unglaublich dankbar waren.
Wir als Schulgemeinde danken Melanie Birk für ihre intensive Arbeit für die Gemeinschaft und den ständigen Kampf für das Wohlergehen ihrer Mitschüler.
Der Preis und eine Urkunde wurden von Herrn Müller verliehen. Danach spielte noch einmal die Schulband der JGR "Stand by me“ (Gesang: Mario Rossitis, Saskia Düdder, Lisa Schulten, Elena Wiegand - betreut von Andreas Kurzhöfer). |
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| Fotos, Film, Pressetext: Doris, Moritz, Christian, Frau Claudia Werner - 8c |
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Preisverleihung im Jahr 2007 |
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Begrüßung durch Herrn Alamdari, Realschulkonrektor |
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„Es liegt auch in deiner Hand“ - vorgetragen durch die Rapgruppe der 7c unter Leitung von Claudia Werner |
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Dank an SV und Verleihung der Urkunden an die Streitschlichter durch Jörg Augustin, Brigitte Wiemann und Beatrix Ender |
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I feel pretty (West Side Story) von L. Bernstein - vorgetragen durch Polina Alenina begleitet von Franz Hoffmann |
Ehrung des Siegers im Wettbewerb für das Gandhiprojektlogo Raffael V. durch Herrn Alamdari, Realschulkonrektor |
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Ungarischer Tanz Nr. 5 von Joh. Brahms vorgetragen durch Polina Alenina begleitet von Franz Hoffmann |
Grußworte des Bildungswerks Umbruch durch Daniela Heckle |
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Laudatio für die Preisträger 2007 durch Ann Katrin Biell ( Preisträgerin 2006) |
Verleihung der Urkunden durch Herrn Alamdari, Realschulkonrektor und Frau Heckle, Bildungswerk Umbruch |
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| Klassensong der 5d - Musikvideo mit Livebegleitung durch die Klasse 5d unter Leitung von Claudia Werner - Schlussworte durch Uschi Hauth |
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| Fototermin mit den Gandhipreisträgern 2007, Familienangehörigen, Klassenlehrerin und den anwesenden Preisträgern von 2005 und 2006 |
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Laudatio der diesjährigen Preisträger |
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Die Preisträger stehen fest:
Mark Erler und Tristan Melchers
Laudatio: Gandhipreis 2007 (vorgetragen von Ann Kathrin Biell/ Vorjahrespreisträgerin)
Mut, Zivilcourage, Einsatzfreude zu zeigen, das ist keine Frage des Alters.
Ich durfte im letzten Jahr an dieser Stelle den Gandhipreis in Empfang nehmen und mit mir Rebecca Krämer. Wir waren Schülerinnen der Klasse 9. Mit uns wurde Herr Hedtfeld geehrt, der ein halbes Jahr vor der Pensionierung stand. Im Jahr zuvor waren mit Larissa Oliverio und Pasquale Zito 8-Klässler die Preisträger.
Und heute können wir den Beweis antreten, dass man gar nicht erst bis zur 8. Klasse kommen muss, um Zivilcourage zeigen zu können und für andere Menschen bedeutende Unterstützungen zu geben.
In diesem Jahr fielen uns Schüler auf, die sich nicht scheuten, auch größeren Schülern deutlich die Meinung zu sagen, wenn diese einen Mitschüler, der kleiner ist als die anderen seines Alters, wieder einmal ärgerten. Das geschah an der Bushaltestelle und auf dem Schulhof. Unsere Preisträger wurden nicht müde, hier für ihren Klassenkameraden einzutreten und ihn zu schützen.
Jeder von euch weiß, dass es Mut bedeutet, größeren Schülern gegenüberzutreten und diese zu kritisieren.
Zur Zivilcourage gehört auch Menschenliebe und Einfühlungsvermögen. Einen unserer Preisträger konnten wir auch beobachten, wenn einer aus seiner Klasse wieder einmal „ausrastete“. Dann versuchte er beruhigend auf ihn einzuwirken, was nicht immer leicht war. Da gerät man auch schon einmal leicht zwischen die Streithähne.
Für diesen Mut, dieses Einfühlungsvermögen und die Menschenliebe danken wir unseren Preisträgern ganz besonders.
Unser Dank geht an zwei Schüler der Klasse 6a:
Unser Dank geht an Mark Erler und Tristan Melchers. |
Terminplan des Gandhi-Projektes für das laufende Schuljahr
Oktober 2006 |
In der SV-Stunde dieses Monats soll der diesjährige Durchgang des Gandhi-Projektes eröffnet werden. Die Schüler sollen mit der Thematik und mit dem Terminplan konfrontiert werden. |
Ende Oktober |
Unter dem Schwarzen Brett werden Materialien zum Einsatz in den Klassen ausliegen. |
November 2006 |
In der SV-Stunde dieses Monats soll das Thema „Gandhipreis“ erneut auf der Tagesordnung erscheinen. |
Dezember 2006 bis Ende Februar 2007 |
Fachlehrer, gebeten von den Klassenlehrern, werden 1-2 Stunden für das Thema Gewaltprävention und Zivilcourage verwenden. |
Woche vor den Osterferien |
Spätestens jetzt sollen die Meldungen für würdige Gandhipreisträger bei Frau Wiemann, Herrn Augustin oder Frau Hauth abgegeben werden. |
Mai 2007 |
Die Jury tagt. (Teilnehmer sind je ein Vertreter der Schulleitung, der Elternschaft, der Schülerschaft, des Kollegiums und des Bildungswerkes Umbruch.) |
Letzte Woche vor den Sommerferien |
Die letzte Schülerratssitzung des laufenden Schuljahres wird in feierlichem Rahmen in der Aula stattfinden. Es werden die Gandhi-Preisträger geehrt. Teilnehmen dürfen die Klassen der Preisträger. |
Ansprechpartnerin an der Johann-Gutenberg-Realschule für dieses Projekt ist Frau Hauth. |
Der am 30. Januar 1948 von einem fanatischen Hindu ermordete Mohandas Karamchand Gandhi hatte sich, geprägt von der Idee des Nichtverletzens und der Gewaltfreiheit, für die Befreiung Indiens von der britischen Herrschaft eingesetzt. Seine Strategie prägte international den Begriff des „zivilen Ungehorsams“ und der Zivilcourage. Die Unabhängigkeit Indiens ist weitestgehend auf Gandhis Bemühungen zurückzuführen.
Gandhi-Preis für Zivilcourage und gewaltfreie Veränderung
Warum ist uns das Projekt wichtig?
Zivilcourage und gewaltfreie Veränderung beginnt bei den kleinen, scheinbar, normalen Dingen des Alltags. Streitschlichtung, Engagement für Benachteiligte, Förderung konstruktiver Teamarbeit sind Leistungen, die es gibt, die aber oft zu wenig Beachtung finden, weil unser Blick von den Problemen gefangen gehalten wird. Das Umbruch-Bildungswerk ist der Ideengeber, Träger und Initiator dieses Projektes, welches wir gerne an der Johann-Gutenberg-Realschule durchführen. Was wollen wir erreichen? Wir wollen mit diesem Projekt den Blick auf die kleinen „großen“ Taten unseres Alltags lenken und Zivilcourage und gewaltfreie Veränderung sichtbar machen. Streitschlichtung, Hilfen für Benachteiligte, konstruktive Teamarbeit sollen gelobt werden, um eine Atmosphäre zu schaffen, in der Toleranz und Respekt selbstverständlich sind. Wir wollen den Blick schärfen für die positiven Verhaltensweisen im Zusammenleben unserer Schüler. Daran ist die Hoffnung geknüpft, dass das Vorbild Schule macht. Wen wollen wir erreichen? Zivilcourage und Gewaltfreiheit sind keine altersspezifischen Verhaltensweisen, so richtet sich das Projekt an alle Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 10 der Johann-Gutenberg-Realschule. Wie läuft das Projekt ab?
Einführungsphase im 1. Schulhalbjahr: In den Klassen werden folgende Fragen geklärt:
- Was ist Zivilcourage?
- Wer war Gandhi?
- Wer ist würdig, den Gandhi-Preis zu erhalten?
- Wie werden potentielle Preisträger nominiert?
- Wie und wo wird der Preisträger geehrt?
Nominierungsphase in der ersten Hälfte des 2.Schulhalbjahres:
Die Klassenlehrer bekommen Vordrucke und die Schüler haben die Möglichkeit Personen aus dem Schulleben (Schüler, Schülergruppen, Lehrer, Hausmeister…) zu benennen, die durch die oben beschriebenen Verhaltensweisen aufgefallen sind.
Wichtig ist eine ausführliche Begründung, warum man den benannten als würdigen Preisträger ansieht. |
Gandhi-Preisverleihung 2006

Jugendliche sind in der öffentlichen Diskussion in Misskredit gefallen. Ihr Ruf gilt gemeinhin als beschädigt. Jugendlichen fehle es an Perspektiven, an Motivation, Belastbarkeit, Verantwortungsgefühl, dem Gefühl, dem Blick für andere.
Zwei Schülerinnen unserer Schule haben gezeigt, dass es Ihnen gerade daran nicht mangelt. Sie haben Belastbarkeit, Verantwortungsgefühl und Mut in besonderem Maße bewiesen und dahin geschaut, wo manch einer die Augen verschlossen hätte. Ihr Mut, ihr außergewöhnliches Engagement, ihr Einfühlungsvermögen und ihre unter Beweis gestellte Zivilcourage machen ihre Ehrung als Gandhi-Preisträgerinnen des Jahres 2006 daher selbstverständlich.
Beide haben erkannt, dass ihre beste Freundin in eine persönliche Krise geraten ist. die durch Gespräche und Anteilnahme unter Freunden, durch freundschaftliche Begleitung nicht zu beheben war. Sie haben erkannt, dass professionelle Hilfe nötig war und haben sich genau um diese gekümmert. Sie haben ohne Zögern gehandelt, nicht weggeguckt, sondern hingeguckt, mutig die Behörde kontaktiert, wohl wissend, dass sie für diesen Schritt von ihrer Freundin kein Verständnis erhoffen durften.
Alle Beteiligten wissen heute, dass dieser Schritt nötig war und dass er ein entscheidender Schritt zu notwendiger Hilfe war. Sie stehen auch heute an der Seite ihrer Freundin und auch sie wird stolz sein – wie auch wir alle- Rebecca Krämer und Ann-Katrin Biel an der Seite zu haben. Sie haben unsere Anerkennung verdient und sind würdige Preisträger 2006. Wir möchten Rebecca und Ann-Katrin auf die Bühne bitten und ihnen gratulieren.

Menschen, die man gerne um Rat fragt, zeichnet aus, dass sie über den Tellerrand hinausschauen können, nicht nur an sich, sondern intensiv an andere denken und sich in diese hineinversetzen können.
Wir sind in der glücklichen Lage, Ihnen einen solchen Menschen präsentieren zu können,
- der Ratgeber für viele ist,
- ein großes Gespür für Gerechtigkeit hat und
- gleichbleibend freundlich zu jedermann ist
- Unannehmlichkeiten in Kauf nimmt, wenn es einer guten Sache dient.
Mit diesen Eigenschaften ausgestattet ist er uns ein liebenswerter Lehrer und Kollege und war betroffen von Menschen , die nicht das Glück hatten in Wohlstandsstaaten geboren zu werden, sondern in Staaten, in denen
- nur etwa 30 % der Kinder eine Schule besuchen,
- 80 % der Menschen weder lesen noch schreiben können
- und so bettelarm sind und keine Chance haben, ihr Los eigenständig zu verbessern.
Burkina Faso besuchte er zweimal und ist Motor für Spendenaktionen für eine Schule in diesem westafrikanischen Staat. An unserer Schule wird das Projekt „Partnerschule Safane“ von ihm betreut und geprägt. Wenn er es geschafft hat, Spenden zu erhalten, werden diese nach Burkina Faso geschickt. Dem Handel in Burkina Faso wird geholfen, indem an Elternsprechtagen an unserer Schule selbst gefertigte Kalender und kleine Batikbilder verkauft werden. Der Leiter der afrikanischen Partnerschule , Herr Sidiki Lougue, fährt , wenn er Geld aus Deutschland erhält, in die Hauptstadt, kauft Bücher, Hefte und Stifte für seine etwa 500 Schüler, die auf drei Klassen aufgeteilt werden. Quittungen schickt er an unsere Schule, damit wir wissen, dass die Gelder sinnvoll verwandt werden.
Herrn Reinhold Hedtfeld danken wir für sein Engagement, mit dem er die Welt mit Beharrlichkeit und Zielstrebigkeit ein Stück besser machen will.
Er hat begriffen, dass ---- wenn alle Menschen kleine Schritte tun------, die Welt einen großen Schritt voran kommt.





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Gandhi-Preisverleihung 2005
Die Sieger des erstmals in Dortmund vergebenen Gandhi-Preises für Zivilcourage stehen fest: Eine Jury wählte am 25. Mai 2005 aus einer Vielzahl von beeindruckenden Vorschlägen die zwei Gewinner aus.

Larissa Oliviero (Mitte) und Pasquale Zito (3. von rechts) sind die ersten Gandhi-Preisträger der Johann-Gutenberg-Realschule. Den beiden Achtklässlern gratulierten Schulleiter Heribert Müller, Schülersprecherin Katharina Haluzan (von rechts) sowie Bernd Kampmann und Christiane Möcker vom Umbruch-Bildungswerk. Auch Klassensprecher Andreas Cis (3. von links) gratulierte seinen Mitschülern.
Premiere für den Gandhi-Preis: Larissa und Pasquale für Zivilcourage ausgezeichnet
Mit Larissa Oliviero aus der 8d von Frank Müllender und Pasquale Zito (8c, Ivonne Kröger) hat die Johann-Gutenberg-Realschule bei der Premiere der Gandhi-Preisvergabe am 16. Juni 2005 zwei Schüler ausgezeichnet, wie sie zum Auftakt vorbildlicher nicht sein konnten.
Schülersprecherin Katharina Haluzan bezeichnete den bei der Preisvergabe sichtlich überraschten Mitschüler als „ein Vorbild für uns“. Pasquale setze sich stets für andere ein, sei immer hilfsbereit und er arbeite nicht nur an Problemen – er löse sie auch. Sein vielfaches Engagement komme als Selbstverständlichkeit herüber. Ganz so selbstverständlich war an dem Abend des Sommerkonzerts Pasquales Gelassenheit allerdings nicht. Dass es ihn bei der Auswahl des Gandhi-Preises getroffen hatte, damit hatte er nun wirklich nicht gerechnet.
Ähnlich ging es Larissa Oliviero. Auch die Schülerin aus der 8d von Frank Müllender konnte es kaum fassen, vor so großem Publikum auf die Bühne gebeten zu werden. Zuvor hatte Klassensprecher Andreas Cis mit wenigen Worten zutreffend begründet, warum die Jury auch sie zur Preisträgerin ernannt hatte: Hilfsbereitschaft, Trösten können, Streitschlichtung und Diskretion machen einen „starke“ Larissa aus.
Der Gandhi-Preis ist mit 100 € dotiert. Hinzu kommen ein Zivilcourage-Training, zwei von Schulleiter Heribert Müller überreichte Sondermünzen sowie kleine Präsente der Dortmunder Polizei, die so viel Zivilcourage ebenfalls honorieren wollte. Die Ruhr Nachrichten unterstützen das Zivilcourage-Training mit 175 €.
Die Preistr
äger wurden am 16.06.2005 anlässlich des Sommerkonzertes vorgestellt und ihnen wurden die Preise überreicht. Hier nun Auszüge aus den Schülervorschlägen:
Von einem Preisträger heißt es, dass er sich immer für andere Leute einsetzt und immer hilfsbereit ist. Zuhören ist eine besondere Stärke und dieses offene Ohr wissen insbesondere die zu schätzen, die Probleme haben. Und gleich welcher Art diese Probleme sind, dieser Schüler arbeitet an Lösungen. An Engagement mangelt es ihm nicht. Organisieren, Kuchen für Schulveranstaltungen backen und verkaufen - alles Selbstverständlichkeiten für ihn. Dabei macht er um das, was er tut, keinen Wind, sondern macht es in aller Stille. Als ein Fünftklässler im Bus immer wieder schikaniert wurde, ging er dazwischen und sagte: „Jetzt hör doch endlich mal auf!“ Wenn der Fünftklässler schreibt, dass seitdem Ruhe herrscht, ist das ein Zeichen dafür, dass unser Preisträger nicht nur versucht Probleme zu lösen, sonders es auch schafft. Ein anderer Schüler bringt es in seinem Text auf den Punkt: Pasquale Zito ist ein Vorbild für uns. Danke Pasquale!
Sie behandelt alle gleich, Vorurteile sind ihr fremd. Sie zeichnet sich durch Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit aus. Kranken Mitschülern Hausaufgaben zu bringen, Leidende zu trösten, wenn es notwendig ist - für sie Selbstverständlichkeiten. Bitten, die man an sie heranträgt, versucht sie zu erfüllen. Streit und Ärger sind ihr ein Dorn im Auge und sie versucht, zu schlichten und Streit im Keim zu ersticken. Sie kann zuhören, zu Menschen stehen, die Hilfe brauchen. Denen tut es gut, wenn das Selbstbewusstsein unserer Preisträgerin auch ihnen ein wenig Kraft verleiht. Auch Diskretion ist etwas, womit unsere Preisträgerin umgehen kann. Wir sind stolz auf Larissa Oliverio!
Christiane Möcker und Daniele Heckle vom „Umbruch“-Bildungswerk für Friedenspolitik und gewaltfreie Veränderung, das den Preis in zurzeit nur drei nordrhein-westfälischen Städten vergibt, zeigten sich während der Jury-Sitzung beeindruckt von der Vielzahl und dem Niveau der teilweise sehr ausführlich begründeten Vorschläge. Mit ihnen saßen Schülersprecherin Katharina Haluzam, die Lehrerin Uschi Hauth, der stellvertretende Schulleiter Jörg Skubinn und Peter Bandermann für die Eltern in dem Gremium. Das Votum für die beiden Preisträger fiel einstimmig aus.
Vorläufer des Gandhi-Preises der Johann-Gutenberg-Realschule ist der „Fairness-Preis“, den Uschi Hauth bislang im Stillen jährlich in ihrer Klasse vergeben hat. Mit dieser Initiative der Lehrerin stärkt die Klasse die Zivilcourage „von innen“. Dabei hat sich gezeigt, dass sich die Schülerinnen und Schüler gleich nach dem Einstieg in die weiterführende Schüle immer wieder intensiv mit vorbildlichem Verhalten und dem Begriff „Zivilcourage“ auseinandergesetzt haben. Die Zusammenarbeit mit dem „Umbruch“-Bildungswerk hebt die schulinterne Auszeichnung jetzt auf Landesebene.
Auf dem Foto (von links): Jörg Skubinn, Katharina Haluzam, Uschi Hauth, Daniela Heckle und Christiane Möcker. Foto und oben stehender Text: Peter Bandermann
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Entscheidung der Jury etwa zwei Monate vor Ablauf des Schuljahres: Eine Jury wählt aus den Nominierten die zwei würdigsten Preisträger aus. Der Preis kann auch an eine Gruppe verliehen werden. In der Jury sitzen jeweils ein Vertreter der Organisation Umbruch, der Schulleitung, der Lehrerschaft und der Schülerschaft. Preisverleihung: Der Preis wird erstmalig im Sommer 2005 während des Sommerkonzertes verliehen . Die Preisträger erhalten neben der öffentlichen Würdigung einen Geldpreis von insgesamt 100 €. Ansprechpartnerin: Ursula Hauth Wer noch einmal nachlesen möchte, was sich hinter diesem Projekt verbirgt, findet Informationen unter: www.umbruch-bildungswerk.de. |
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