Hier finden sich Praxisbeispiele aus dem Unterricht an der Johann-Gutenberg RS

im Fach Geschichte

Klasse 10 Stolpersteine - unter der Leitung von Rita Reszeleit und Barbara Posthoff

Zu den Hintergründen der Stolperstein-AG erfährst du hier mehr, wenn du auf das Bild oben klickst!

Stolpersteinverlegung in Dortmund - Hörde

Am 6. Februar 2007 gegen 10.30 Uhr wurden in Hörde Stolpersteine für die Opfer der Shoa verlegt. Insgesamt waren es vier. Zwei davon wurden von der Johann Gutenberg Realschule gespendet und der dritte von dem Rechtsanwalt Werner Himmelmann. Verlegt wurden die Steine von dem Künstler Gunter Demnig.

Schon einige Zeit früher versammelten sich viele Interessenten in der Virchowstraße 14, um bei der Verlegung des ersten Steines dabei zu sein. Danach gingen sie dann in die Rathhausstraße, wo die anderen drei Steine verlegt worden sind. Diese erinnerten an Dr. jur. Jakob Koppel und an Familie Feldheim, die im Laufe des zweiten Weltkriegs durch den Nationalsozialismus in Deutschland umkamen.

Die ehemaligen Schüler der Johann Gutenberg Realschule beteiligten sich an diesem Ereignis, indem sie dem Künstler beim Verlegen der Steine halfen und die Interessenten über die verstorbenen Leute aufklärten und sie ein bisschen über diese informierten.

Gunter Demnig hob erst die Pflastersteine aus, um dort einen Stolperstein einzusetzen. Diese Messingsteine werden dort verlegt, wo die Opfer damals gewohnt haben.

Insgesamt wurden ab dem Jahre 2006 schon 9000 Stolpersteine verlegt.

Jan – WPIIMedien9

     

Helge Keller im Interview

Jan, Niels, Romina, Jasper, Jule und Isabell sind vom WPIIMedienkurs dabei!

Rita Reszeleit und der Künstler

Interview mit Helge Keller am 06.02.07

Warum warst du in der Stolperstein-AG?

Ich wurde von Frau Posthoff gefragt, ob ich bei der Stolperstein-AG mitwirken wolle, da sie mich für einen entschlossenen und engagierten Schüler hielt. Außerdem hatte ich Interesse am Recherchieren von Schicksalen von jüdischen Familien in Dortmund.

Wie ist die Stolperstein-AG an die Informationen des Lebens der betroffenen Familien gekommen?

Wir haben die Informationen aus dem Stadtarchiv bekommen, außerdem haben wir noch im Internet gesucht.

Gab es bei den Recherchen Probleme mit dem Stadtarchiv?

Nein, mit den Personen dort gab es kein Problem, doch das eigentliche Problem war, eine Familie zu finden, deren letzter Wohnort nicht in einem Judenhaus war.

Warum habt ihr diese Familien ausgesucht?

Wir haben am meisten darüber herausgefunden und sie lebten am längsten in Hörde.

Wie wurden die Stolpersteine finanziert?

Die Stolpersteine wurden durch Spenden und den Förderverein finanziert.

     
Interview mit Frau Posthoff:
 

Interview mit Frau Posthoff- Stolpersteinverlegung

Wie kam es dazu eine Stolperstein-AG zu gründen?

Frau Reszeleit und ich besuchen einmal im Jahr eine Gemeinschaft. Dort werden musikalische und geschichtliche Ereignisse für Frauen dargeboten. Daher kam auch die Idee, ein Andenken an die jüdischen Opfer zu planen, womit die Stolperstein AG entstand. Die Gründerin dieser bin ich und habe glücklicherweise Unterstützung von 16 Mitgliedern.

Was macht die Stolperstein AG genau ?

Ich habe die Namen für die Stolpersteine herausgesucht, spenden für die Ausstellung gesammelt und mit Herr Hedtfeld zusammen die Stühle für die Ausstellung in unserer Schule gebaut.

War die AG nur an der Stolpersteinverlegung vom 6.2.2007 beteiligt oder gab es davor schon Stolpersteine?

Diese AG beteiligte sich bisher nur an dieser Stolpersteinverlegung.

Warum setzen Sie sich so intensiv für dieses Thema ein?

Ich bin mit Herz und Seele Geschichtslehrerin. Da im Unterricht wenig Zeit für solche zeitaufwändigen Themen ist, machen sie es alle freiwillig und gerne in der Freizeit. Doch hauptsächlich machen sie es alle, da es sehr viel Spaß macht.