Sprachaustausch
Der Schüleraustausch mit dem LICEO LUDOVICO ARIOSTO in Ferrara (bei Ravenna) existiert seit 1980 und wird
1 - 1 ½ jährig durchgeführt. Bisher haben ca. 15 bilaterale Begegnungen stattgefunden, an denen mittlerweile ca. 600 deutsche und italienische Schüler teilnahmen.
Bei den Begegnungen stehen aktuelle und historische landeskundliche Lernziele im Vordergrund, die meistens mit Fragebögen erarbeitet werden. Ferner dient der Austausch natürlich der Erweiterung sprachlichpragmatischer Fähigkeiten in der Zielsprache Italienisch.
Eine einwöchige Begegnung von Samstag auf Samstag kostet in der Regel nie mehr als 240 DM inkl. Fahrt, da die Schüler in Familien untergebracht sind.
Die italienische Partnerschule bietet Deutsch als 3. Fremdsprache an.
Adresse:
LICEO LUDOVICO ARIOSTO
Via Arianuova 10
F-44100 Ferrara
http://www.liceoariosto.it
Langzeitaustausch Ferrara - Dortmund 2000
Seit 20 Jahren besteht die Schulpartnerschaft zwischen dem Liceo Ariosto in Ferrara, Italien, und dem Goethe-Gymnasium. Bisher wurde alle zwei Jahre ein einwöchiger Austausch organisiert, an dem ca. 15-20 Deutsche und Italiener teilnahmen. Aus ihm heraus entstanden zwar Freundschaften, aber er gab nur einen oberflächlichen Eindruck von der italienischen Kultur und Lebensweise. Deshalb kam die Idee auf, einer kleineren Gruppe von Schülern der 12. und 13. Klasse einen längeren Aufenthalt von drei bis vier Wochen im fremden Land zu ermöglichen. Zwei Wochen davon fielen bei den Italienern auf die Sommer- und bei den Deutschen auf die Herbstferien, so dass nicht allzuviel Unterricht verpasst wurde. Auf deutscher Seite bestand jedoch wenig Interesse und so nahmen nur drei Schülerinnen an dem Austausch teil.
Um Einblick in die Erfahrungen zu geben, folgen nun Ausschnitte aus den Aufsätzen, die während des Austausches von den Schülern in der Fremdsprache verfasst wurden:
"Ich bin hier in Dortmund und ich lebe als eine "Dortmunderin", nicht als eine Touristin.
Ich wohne bei einer Familie und sie haben mich wie eine Tochter aufgenommen!!
Ich gehe zur Schule und nehme an dem Unterricht teil, -fast- wie eine ganz normale 18jährige.
Ich habe viele und interessante Personen getroffen!
Und meine deutsche Familie ist meiner italienischen Familie wirklich ähnlich: vier Personen, die sich liebhaben und die sich gegenseitig helfen. Dortmund ist eine große, wohl organisierte Stadt: es gibt viele und immer pünktliche öffentliche Verkehrsmittel (Bus, U-Bahn). Sie ist eine saubere und umweltbewusste Stadt (mit vielen Papierkörben und dem dualen System). Sie ist grün (mit vielen Parks, Bäumen, Gärten), nicht so grau, wie ich früher dachte!
Natürlich gibt es auch einige Unterschiede, wie zum Beispiel die Essensgewohnheiten (sie haben nur einmal am Tag eine warme Mahlzeit zu keiner bestimmten Uhrzeit und sie benutzen mehr Butter, Saucen und Getränke mit Kohlensäure.), oder den Lebensrhythmus (der Tag beginnt und endet früher).
So kann ich sagen, dass das kalte Deutschland nicht so kalt ist, im Gegenteil, es ist ein ordentliches und wohlgefälliges Land."
"Ich beurteile das deutsche Schulsystem positiv. Insbesondere bevorzuge ich das Vorhandensein von mehreren Pausen in dem Stundenplan, weil sie die Konzentration der Schüler erleichtern und dazu beitragen, dass die Schüler entspannter sind.
Außerdem mag ich auch, dass ein Schüler seine Fächer wählen darf (leider ist das in Italien nicht möglich).
Es ist für mich eine Überraschung gewesen, die Beziehung zwischen Lehrern und Schülern zu beobachten: sie ist lockerer und nicht so angespannt wie in Italien. Ich habe nämlich bemerkt, dass die Schüler während des Unterrichts mitarbeiten, und dadurch ist Meinungsaustausch möglich, den ich für eine Klasse wichtig finde."
"L’Italia è un paese storico con una ricchezza dell’ opere d’arte e una bella natura. Inoltre la vita è molto alternante, perché ci sono diversi stili di vita e le città sono molto diverse tra di loro: le quelle molto romantiche e quelle piene di vita.
La vita sociale dei giovani è diversa solo sotto alcuni aspetti. La mia compagna italiana ha una compagnia di circa 10 ragazzi. Loro si incontrano il sabato sera verso le dieci in un bar. Poi discutano per decidere dove vogliano andare a trascorrere serata. In Germania non ci sono questi bar dove si incontra la gente del paese, si guarda lo sport alle TV e si beve qualcosa con gli amici . In più la gente tedesca esce prima.
Però il comportamento e gli interessi dei giovani sono più o meno uguali in entrambi paesi.
La scuola italiana è diversa dalla scuola tedesca in molti aspetti, sebbene la ricchezza delle scuole sia quasi uguale.
In Italia, ci sono le classi che restano insieme per tutta la giornata. Quindi, tutti gli studenti hanno lo stesso orario. Non ci sono le materie a scelta come in Germania. E poi tutte le materie hanno la stessa importanza.
Un’altra differenza è che in Italia ci sono anche delle lezioni il sabato.
L’insegnamento è molto diverso nei due paesi. Qui, in Italia, parla solo l’insegnante e gli studenti prendono appunti. Gli studenti devono fare le interrogazioni per mostrare quello che hanno imperato durante le lezioni.
Insomma, ho visto che gli allievi italiani devono studiare molto e una settimana scolastica è molto stressante e faticosa."