Gandhi-Preisverleihung und
Schüler ehren Schüler

am 2. März 2007
von 11.00 Uhr bis 12.30 Uhr

im Forum der Gustav-Heinemann-Gesamtschule

Die Gustav-Heinemann-Gesamtschule Dortmund verleiht am 2. März um 11.00 Uhr im Forum ihrer Schule erstmals den vom Bildungswerk Umbruch gestifteten „Gandhi-Preis für Zivilcourage und gewaltfreie Veränderung“. Die Stiftung wurde erweitert durch den Förderverein der Schule und einem privaten Spender.

Eingeladen sind: Vertreter/innen der Klassen, die beteiligten Preisträgerinnen mit ihren Eltern und ihren Klassen, interessierte Lehrer und Lehrerinnen, Vertreter der Elternschaft, Vertreter des Jugendamtes, Jugendkontaktbeamte, Verein Spiel u. Kultur e. V., regionale Presse.

Mit dem "Gandhi-Preis für Zivilcourage und gewaltfreie Veränderung" will die Schülervertretung der GHG in Kooperation mit dem Umbruch-Bildungswerk Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene auszeichnen, die sozialen Mut ( Zivilcourage)im Alltag bewiesen haben. Während die Medien vor allen Dingen Jugendliche, die Gewalt ausüben, in den Mittelpunkt stellen, bleiben alle Helden des täglichen Miteinanders im Dunkeln, die sich sozial engagieren und sich für eine gewaltfreie Veränderung einsetzen. Diesem Missverhältnis wollen wir an unserer Schule mit einer jährlichen Gandhi-Preisverleihung und einer Ehrung besonders sozial engagierter Schüler/innen begegnen.

Eine Jury mit Vertretern aus Lehrer- und Schüler- und Elternschaft, einer Vertreterin des Bildungswerkes und einem Vertreter des Fördervereins wählte am 26. Okt. 06 aus 8 Vorschlägen, zwei Preisträgerinnen aus. Bei den Preisträgerinnen handelt es sich um Riccarda aus der 6.1 und Sabrina aus der 9.6.

Riccarda:
Sie zeigte Mut und Zivilcourage bei einer Exkursion der Klasse 5.1. Sie schüttete den unerlaubt mitgebrachten hochprozentigen Alkohol eines Mitschülers weg und verhinderte dadurch schwerwiegende Folgen des Alkoholmissbrauchs in der Gruppe.

Die Jury erweiterte ihre Begründung wie folgt:
Riccarda hat spontan und mit Entschlossenheit gehandelt, ohne die betroffenen Schüler und Schülerinnen in Verlegenheit zu bringen. Ihre Sorge und Verantwortung für die Klasse standen höher als der vermeintliche Spaß, der durch das heimliche Mitbringen und Konsumieren von Brandwein hervorgerufen werden sollte. Zivilcourage zeichnet sich durch beherztes Eingreifen aus, in einer Situation, in der eine größere Gruppe in der Klasse eine andere Meinung vertritt.

Sabrina:
Sie kümmerte sich insbesondere um einen Mitschüler in der Klasse. Sabrina erwies sich als besonders einfühlsam. Nur so konnte sie erkennen, dass seine Ankündigung, sich etwas anzutun, ernst gemeint war. Sie informierte seine Eltern und sorgte so dafür, dass der Mitschüler rechtzeitig entsprechende Hilfe bekam.

Die Jury erweiterte die Begründung wie folgt:
Wenn Jugendliche in Krisensituationen wiederholt von Selbstmord sprechen, dann kann eine ernst gemeinte Ankündigung nur mit großem Gespür und Einfühlungsvermögen erkannt werden. Obwohl viele MitschülerInnen ihrer Klasse die Ankündigung des Selbstmordes nicht ernst nahmen, ließ Sabrina sich nicht beirren und verteidigte ihre Wahrnehmung und Einschätzung.

Die Schülerinnen erhalten den Gandhi-Preis 2006, verbunden mit einem Geldpreis von jeweils 100 Euro.

Im Rahmen der Feierlichkeiten werden noch weitere Schüler und Schülerinnen für ihr soziales Engagement in der Schule gewürdigt. Außerdem stellen sich drei schulische Projekte vor, in denen Jugendliche sich für mehr soziale Verantwortung und gewaltfreie Beziehungen einsetzen.

- Das Projekt „Verantwortung“: Schüler/innen arbeiten ehrenamtlich in sozialen
  Arbeitsfeldern;

- das Projekt „Tagwerk“: Schüler/innen arbeiten gegen Entgeld einen Tag für ein   
  Kinderprojekt in einem Entwicklungsland,

- das Projekt „Jugendkonflikttrainer/in“, Jugendliche trainieren Kinder aus dem 5. Jahrgang
  zum Thema Wie erkennst du Spaß und was ist Gewalt?

 

 

Gandhipreis 07
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